Anfrage der KULT-Fraktion: Fehlender Atelierraum in Karlsruhe

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Die KAL-Stadträte Lüppo Cramer und Michael Haug setzen sich in der KULT-Fraktion für den verloren gegangenen Atelierraum der Künstlerkolonie „Hinterm Hauptbahnhof“ ein. Siehe dazu die Anfrage der KULT-Fraktion vom 4. Oktober:

Mit welchen Maßnahmen plant die Stadtverwaltung, den verloren gegangenen Atelierraum der Künstlerkolonie „Hinterm Hauptbahnhof“ zu ersetzen?

Sachverhalt / Begründung:

Das aktuelle Angebot städtischer Atelierräume ist begrenzt und deckt bei weitem nicht den Bedarf. Das ehemalige Areal der Künstlerkolonie „Hinterm Hauptbahnhof“ umfasste knapp ein Drittel der städtischen Ateliers. Durch den Wegfall der Räume hat sich die Situation für Kunstschaffende in Karlsruhe noch weiter verschärft. In der Gemeinderatssitzung vom 28. Juli 2015 hat sich die Stadt verpflichtet, zusammen mit den Kunstschaffenden der ehemaligen Künstlerkolonie stadtweit nach alternativen Räumlichkeiten zu suchen.

Der KULT-Fraktion ist es wichtig, dass das Thema im Anschluss an die Beantwortung dieser Anfrage im zuständigen Ausschuss weiter beraten wird.

Beschluss des GemeinderatsStellungnahme der Verwaltung
zur Kenntnis genommen

PDF Download Protokoll zu TOP 32

Die Stadt verfügt über 45 Künstlerateliers, die von der Volkswohnung GmbH verwaltet werden. Die Entscheidung über die Atelierbelegung sowie über eine eventuelle Mietzinsbezuschussung liegt beim Kulturbüro des Kulturamtes.
Circa 20 weitere städtische Arbeitsplätze, Einzelateliers wie auch vier Gemeinschaftsateliers, finden sich im Atelierhaus auf dem Alten Schlachthof. Im Eigentum der Fächer GmbH stehend, werden sie vom Kulturamt/Kulturbüro vermietet und verwaltet. Dieses Atelierhaus erweitert seit Frühjahr 2014 das städtische Atelierangebot.
In der ehemaligen Großmarkhalle auf dem Alten Schlachthof werden seit Frühjahr 2017 zusätz-lich 15 von der Fächer GmbH neu hergerichtete Ateliers angeboten. Die Räume sind vorzugs-weise für Kreativschaffende im Kunsthandwerk wie in verwandten künstlerischen Branchen bestimmt.
Im Zusammenhang mit der Räumung der Ateliers hinterm Hauptbahnhof konnten im Stadtge-biet sowohl im städtischen wie im privaten Bereich einige Räume neu für künstlerisches Arbei-ten wie auch als Lagerräume erschlossen und den räumenden Künstlern vermittelt werden. Ebenso haben sich Künstlerinnen und Künstler im Umland neue Räume erschließen können.
Die Verwaltung verfolgt auch weiterhin intensiv die Raumsituation in Karlsruhe mit Blick darauf, ob neue Räume für künstlerisches Arbeiten gewonnen werden können. Ein zahlen- und flächenmäßiger Ausgleich für die weggefallenen Flächen konnte jedoch bisher nicht geschaffen werden. Hierzu sind die öffentlichen wie die privaten Raumreserven in Karlsruhe zu gering.

PDF Download Stellungnahme 2017_0628

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