KAL beantragt provisorische Wasserwerkbrücke für die Südstädter

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KAL und Bürgerinitiative: 18 Monate ohne Zugang in den Oberwald sind zu lang!

Kommenden Dienstag stellt ein Antrag der Kult-Fraktion den Stadträten der CDU, SPD, FDP, Grüne, Linke, AfD im Gemeinderat die Gretchenfrage, wie Margot Döring, die erste Vorsitzende der Karlsruher Liste formuliert: „Sag, Stadtrat, wie hältst Du es mit dem Glauben daran, dass es für die Menschen weiterhin einen Zugang zum Naherholungsgebiet geben soll?“  Denn nach jahrelangen Diskussionen soll nun zwar endlich die marode Wasserwerkbrücke erneuert werden. In der Zeit soll aber nach Vorstellung der Stadtverwaltung die Südstadt vom Oberwald abgehängt werden. Margot Döring weist darauf hin, dass die KAL sich seit 2006 für eine provisorische Brücke während der Bauzeit stark macht: „Als direkten Zugang zum Naherholungsgebiet, zum Tierpark, als wichtige Radroute nach Durlach und Ettlingen. In der Bevölkerung  werden seit Jahren Unterschriften gesammelt, Petitionen gestellt, Leserbriefe geschrieben, die Verwaltung angebettelt, Kindergärten und Schulen malen Transparente.“.

Die Forderung nach einer provisorischen Brücke wird immer lauter, je näher der Termin der Vollsperrung des Zugangs zum Oberwald rückt. Bei einer Versammlung der Bürgergesellschaft Südstadt erklärte der Baubürgermeister, dass die Entscheidung für ein Provisorium einzig und allein in den Händen der Stadträtinnen und Stadträte läge. Am Dienstag muss nun der Gemeinderat eine politische Entscheidung für oder gegen eine provisorische Brücke treffen.

Abstimmung im GemeinderatStellungnahme der Verwaltung
Der Antrag wurde in der Gemeinderatssitzung vom 21. November mehrheitlich abgelehnt: 35 Nein-Stimmen, 2 Enthaltungen, 8 Ja-Stimmen.


PDF Download Protokoll zu Top 24

Kurzfassung
Eine provisorische Brücke für die Dauer der Erneuerungsarbeiten der Wasserwerkbrücke wurde bereits 2006 in einer Entscheidung des Bauausschusses auf Grundlage einer ausführlichen Variantenbetrachtung sowie im Rahmen der Haushaltsberatungen zum Doppelhaushalt 2017/2018 abgelehnt.
In Anbetracht des im Vergleich zu den Brückenbaukosten relativ hohen Aufwandes für ein Brückenprovisorium, des bereits laufenden Vergabeverfahrens, der Kostenbeteiligung der DB-AG an der Baumaßnahme und der geplanten Alternativen für den Fuß- und Radverkehr, empfiehlt die Verwaltung auf eine provisorische Brücke während der Erneuerungsarbeiten zu verzichten und den Antrag abzulehnen.

PDF Download 2017_0615_Stellungnahme

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Ein Kommentar

  1. Der Antrag wurde in der Gemeinderatssitzung vom 21. November mehrheitlich abgelehnt: 35 Nein-Stimmen, 2 Enthaltungen, 8 Ja-Stimmen.

    Stellungnahme der Verwaltung (Langtext, bitte anklicken)
    Kurzfassung
    Eine provisorische Brücke für die Dauer der Erneuerungsarbeiten der Wasserwerkbrücke wurde bereits 2006 in einer Entscheidung des Bauausschusses auf Grundlage einer ausführlichen Variantenbetrachtung sowie im Rahmen der Haushaltsberatungen zum Doppelhaushalt 2017/2018 abgelehnt.
    In Anbetracht des im Vergleich zu den Brückenbaukosten relativ hohen Aufwandes für ein Brückenprovisorium, des bereits laufenden Vergabeverfahrens, der Kostenbeteiligung der DB-AG an der Baumaßnahme und der geplanten Alternativen für den Fuß- und Radverkehr, empfiehlt die Verwaltung auf eine provisorische Brücke während der Erneuerungsarbeiten zu verzichten und den Antrag abzulehnen.

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