Warum die Straßenbahn zuerst durch die Kriegsstraße rollen sollte

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Warum die Straßenbahn
zuerst durch die Kriegsstraße rollen sollte

KAL will die politische Diskussion „Umsetzungsreihenfolge anstoßen“

Dazu muss man wissen: Bei der KAL gibt es Menschen für und gegen die Kombilösung. Beispiele: Stadtrat Eberhard Fischer war dafür, unser neuer Stadtrat Michael Kunz dagegen!

Ganz wichtig: Die Reihenfolge der Umsetzung hat aber nichts mit dem Projekt an sich zu tun! In den vergangenen Monaten kam zwar immer wieder von manchen Gegnern der U-Strab der Vorschlag, nur die Kriegsstraße als Teil der Kombilösung zu bauen und die U-Strab „danach halt sein zu lassen“.

Die KAL stellt hierzu fest: Der Bürgerentscheid hat mit 55 : 45 Prozent den Bau der Kombilösung festgelegt – nicht den Bau eines der beiden Teilprojekte.
Die KAL ist sich hier mit dem Oberbürgermeister absolut einig.

Position der KAL:
Die Stadt Karlsruhe und ihr GR sind auch keine Rosstäuscher, die dem Zuschussgeber einen schwarz angemalten Schimmel als Rappe verkaufen. Und wir negieren auch im Gegensatz zu manchen anderen politisch Agierenden nicht Beschlüsse des GR und schon gar nicht Bürgerentscheide. Nach dem Politikverständnis der KAL könnte die Kombilösung nur durch einen erneuten Bürgerentscheid gekippt werden.

Was man außerdem wissen muss: Die Stadt müsste ein Projekt „Kriegsstraße ohne U-Strab“ ohne finanzielle Förderung stemmen.
Eine rechtliche Basis hätte der Umbau Kriegsstraße ohne Kombilösung derzeit ebenfalls nicht – so ein Projekt müsste völlig neu auf den Planungsweg gebracht werden!

Uns geht es um die Reihenfolge:
Zuerst die Kriegsstraße bauen, ist der bessere Weg!
Und gleich danach die U-Strab. Aber eben zuerst die Kriegsstraße umbauen!

Das hätte vor allem den Vorteil, dass das unumstrittene Teilprojekt zuerst gebaut würde.

Dazu käme:
• 2015 (zum Stadtgeburtstag) wäre ein Teilprojekt fertig; der Umbau Kriegsstraße geht nämlich schneller als der Bau der U-Strab (ca. 4 statt 5 bis 6 Jahre). Zudem ist dort weniger mit zeitverzögernden juristischen Auseinandersetzungen mit Anwohnern gegen das Projekt zu rechnen.

• Im Jahr 2015 wäre die Fußgängerzone baustellenfrei; damit positiv für den Einzelhandel im Jubiläumsjahr, wenn viele Besucher nach Karlsruhe kommen.

• Teilentlastung der Kaiserstraße sofort durch dauerhafte Verlagerung von zwei Linien

• Über die Kriegsstraßentrasse könnte zwar im Hauptverkehr nicht generell der gesamte Straba-Verkehr in der Kaiserstraße geleitet werden (wegen der Konflikte mit Autoverkehr an Kreuzungen). Aber an Wochenenden oder nachts oder in den Sommerferien könnte auch mal die Strecke in der Kaiserstraße voll gesperrt werden. Dies zeigte die Sanierung der Stammstrecke in der Kaiserstraße im Sommer 2007.

• Falls unvorhergesehenes Problem beim Tunnelbau: Notstrecke vorhanden.

• Stadtentwicklung und Aufwertung der Stadt sind aus Sicht der Karlsruher Liste vorrangig: Das Teilprojekt “Kriegsstraße” sorgt für die Aufhebung der Trennung von City und südlichen Stadtteilen etc.

Für U-Strab zuerst sprechen zwar die betrieblichen Vorteile (Betriebskosten) nach der Fertigstellung. Im Tunnel fallen geringere Kosten an wegen der geringeren Fahrzeiten und der Möglichkeit, Fahrzeuge und Fahrer im Umlauf einzusparen. Deshalb sind die VBK auch an der Reihenfolge „U-Strab zuerst“ interessiert.

Dies gilt aber nur im Normalzustand, wenn keine besonderen Probleme vorliegen. Während eines Umbaus der Kriegsstraße nach einem Bau der U-Strab könnte man aber sicher nicht von Normalverkehr an jedem Tag ausgehen.

Und vor allem muss Politik alle Argumente abwägen, nicht nur die Kosten bei der VBK.