Nachverdichten statt Freiflächen vernichten

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Karlsruhe muss den Prognosen zufolge in den nächsten 10 Jahren Wohnungen für weitere 30.000 Menschen schaffen. Wie kann dies gelingen, ohne die letzten Freiflächen wie beispielsweise wertvolle Wiesen und Kleingärten zu vernichten? Ich meine, dass in Karlsruhe noch viel Potenzial zur Nachverdichtung steckt. Es gibt große Flächen, die im Moment nur auf einer Etage und ausschließlich für das Parken von Autos genutzt werden (siehe Foto). Dort könnten Tiefgaragen und darüber Häuser gebaut werden. Supermärkte können mit Stockwerken für Wohnungen gebaut werden. Selbst Eigenheime sind teilweise nicht optimal genutzt. Dachgeschosse sind nicht ausgebaut, manche Häuser könnten weitere Stockwerke erhalten etc. Die Stadt sollte sich einbringen, indem sie an Eigentümer herantritt und bei Fragen des Denkmalschutzes, Artenschutzes (z.B. Fledermäuse, die dort wohnen) und der Finanzierung berät.
Große Bevölkerungsdichten können auch zu einer Ghettoisierung und schlechtem sozialen Klima führen. Außerdem kann eine dichte und hohe Bebauung schädlich für das physische Klima in der Stadt sein und den Zustrom von kühler Luft verhindern. Ich bin mir dieses Spannungsfeldes bewußt, setze mich aber dafür ein, sozial verträglich und klimafreundlich nachzuverdichten und das Gespräch mit der Verwaltung zu suchen. Erst wenn das gesamte Potenzial in der Stadt ausgeschöpft ist sollten Freiflächen in die städtebauliche Planung einbezogen werden, denn diese machen das Leben in unserer Großstadt erst attraktiv.

Ein Kommentar

  1. Josts Beitrag klingt vernünftig, versucht die im Widerspruch stehenden Aspekte von Nachverdichtung auszutarieren. Karlsruhe ist wahrlich “kein Ponyhof”; das gilt für die Zukunft noch mehr. Dafür ist KA eine lebendige und spannende Stadt, die in einer europäischen Wachstumszone liegt – daher der Zuzug in diese Stadt und die Region.
    Die große Frage bei der Nachverdichtung wird sein: Wo genau kommen Wohnungen und Häuser dazu? Denn bei diesen Thema herrscht bei den Anwohnern fast immer “not in my backyard”.

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