KVV/VBK: Unzureichende Beschilderung in den unterirdischen Haltestellen

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Und wo geht es jetzt nach oben?

Die KAL freut sich über die erfolgreiche Inbetriebnahme der Kombilösung durch die VBK mit den hellen, freundlich wirkenden unterirdischen Haltestellen. Trotzdem ist nicht alles perfekt: Ältere und/oder in ihrer Mobilität eingeschränkte Menschen fühlen sich in den Haltestellen oft verloren – weil sie nicht wissen, wo sie einen barrierefreien Ausgang finden oder wohin dieser führt. Die minimalistische Ausschilderung in den U-Bahn-Haltestellen zwingt diese Personengruppen wie auch Rollstuhlfahrer:innen oder Menschen mit Kinderwagen zur intensiven Suche nach einem Aufzug.

Immer öfter erreichen uns Meldungen, dass bestimmte Personengruppen sich deshalb gar nicht erst in die unterirdischen Haltestellen trauen. So werden sie von der Nutzung des ÖPNV-Angebots in der Innenstadt ausgeschlossen.

Wir haben erwartet, dass die Hinweistafeln zu den Aufzügen, zu Ausgängen und Toiletten nachträglich installiert werden. Deshalb hatten wir uns an die VBK gewandt und nachgefragt.

Denn: So gelungen wir das minimalistische Designkonzept der Haltestellen finden – wenn dadurch viele Menschen auf Barrieren stoßen, braucht es pragmatische Lösungen. Die Antwort auf unseren Brief stimmt uns optimistisch. Die VBK will weitere Optimierungen vornehmen und jetzt auch die Personengruppen, die von einer besseren Ausschilderung profitieren, mit einbeziehen. Ein Vor-Ort-Termin ist aus Sicht der KAL sofort machbar. Wenn in Karlsruhe der ÖPNV für alle Menschen attraktiv sein soll, dann muss jetzt gehandelt werden.

Michael Haug

Stimmen aus dem Gemeinderat 13.05.2022

Hinweisschilder U-Strab-Haltestellen

Sehr geehrter Herr Dr. Pischon,

wir freuen uns über die erfolgreiche Inbetriebnahme der Kombilösung durch die VBK. Die gelungene Umsetzung des Gestaltungskonzepts lässt die unterirdischen Haltestelen hell, freundlich, farblich nüchtern und nicht überladen wirken. Die Planungen zur Barrierefreiheit ermöglichen einen ebenerdigen Ausstieg aus den Fahrzeugen. Trotzdem gibt es hinsichtlich einer kompletten Barrierefreiheit Verbesserungsmöglichkeiten.

Gerade ältere und/oder in ihrer Mobilität eingeschränkten Menschen fühlen sich in den Haltestellen oft verloren. Sie haben große Schwierigkeiten, die Aufzüge zu finden und kommen mit der sehr minimalistischen Ausschilderung in den U-Bahn-Haltestellen nicht zurecht.

Sicherlich ist Ihnen das Problem auch schon zu Ohren gekommen und wir sind davon ausgegangen, dass die Hinweistafeln zu den Aufzügen, zu Ausgängen und Toiletten noch verbessert werden. Denn: Für Menschen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, ist es von existenzieller Bedeutung zu wissen, wo sich ein Aufzug befindet. Wir hören immer öfter, dass sich die betroffene Personengruppe gar nicht erst in die unterirdischen Haltestellen traut, aus Angst, sich dort zu verlieren.

Wir bitten Sie daher, diesen Missstand möglichst schnell zu beheben. Auf das Gestaltungskonzept farblich abgestimmte Piktogramme, die deutlich auf vorhandene Aufzüge und Ausgänge hinweisen, sind hoffentlich einfach und schnell umzusetzen.

Mit freundlichen Grüßen