Antrag. Lebendige Kaiserstraße: Neue Räume für die Menschen in der Stadt

Veröffentlicht von
  • Die KA Marketing und Event GmbH entwickelt mit interessierten Bevölkerungsgruppen / zivilgesellschaftlichen Akteuren ein Konzept, die Kaiserstraße zwischen Kronenplatz und Europaplatz neu zu beleben.
  • Die KME organisiert die Umsetzung für die Bespielung der Kaiserstraße bis zu deren endgültiger Fertigstellung.
  • Dabei soll das derzeitige Gleisbett in der Kaiserstraße über die komplette Fläche vom Kronenplatz bis zum Europaplatz in Teilbereiche aufgeteilt werden, die unterschiedlich bespielt werden können und auf denen die unterschiedlichsten Aktionen stattfinden.

Sachverhalt/Begründung:

Mit Eröffnung der Kombilösung im Dezember 2021 ist in Teilen der Kaiserstraße ein Rückgang der Laufkundschaft zu verzeichnen. Gespräche mit Gastronomen und Einzelhändlern zeigen, dass die Verlegung der Haltestellen in den Untergrund zu einem Rückgang von „schnellen“ und spontanen Einkäufe führt.

Die veränderten Bewegungsprofile verändern auch die Besucherströme auf der Kaiserstraße. Je nach Wochentag und Uhrzeit wird die Kaiserstraße weniger stark frequentiert, teilweise wirkt sie fast leergefegt.

Die noch fehlende Aufenthaltsqualität in weiten Strecken dieser zentralen Fußgängerzone wird sich gerade auch während der Umbauphase negativ auf die Belebung der Kaiserstraße auswirken.

Dabei bietet die Zeit bis zum Ende der Umgestaltung die Möglichkeit, Neues in der Innenstadt auszuprobieren. Ziel soll es ein, den Menschen in Karlsruhe die Kaiserstraße „zurückzugeben“. Die neu gewonnenen Räume auf dem Gleisbett müssen jetzt mit Leben gefüllt werden.

Die KME engagiert sich bereits in enger Zusammenarbeit mit der City-Initiative, Konzepte zur Attraktivitätssteigerung der Kaiserstraße zu erarbeiten und umzusetzen. Der Containerpool und die Aktion „Bahn frei“ im Advent 2021 haben eindrucksvoll gezeigt, dass mit flexiblen Gestaltungselementen und temporären Angeboten die Aufenthaltsqualität in der Innenstadt um ein Vielfaches gesteigert werden kann und die Karlsruher:innen diese Angebote mit großer Begeisterung annehmen.

Diese Bemühungen sollen jetzt durch den Einbezug unterschiedlicher zivilgesellschaftlicher Gruppen erweitert werden. Niederschwellige Angebote, die zum Mitmachen und konsumfreien Verweilen einladen, bringen Leben in die Stadt. Genau zum jetzigen Zeitpunkt besteht die Chance, Bürger:innen für Bürgerengagement zu begeistern, für die Idee, sich „ihre Stadt“ zurückzuerobern und sie mitzugestalten. Schon im Frühjahr könnten entsprechende Angebote gemacht werden. Denkbar wären kleine Bühnen, grüne Ruheoasen, Urban Gardening Projekte, Raum für Erholung, Sport, Spiel, Kunst und Kultur.

Karlsruhe ist eine Stadt im Wandel. Eine moderne Stadt bietet adaptive Räume, die flexibel gestaltet werden können. Die sich immer wieder neu den Ideen und Anforderungen der dort Lebenden anpassen. Wir sehen hier großes Potential, Menschen zusammenzubringen, gesellschaftlichen Zusammenhalt und ein friedliches Miteinander zu fördern. Gerade in der aktuellen Zeit brauchen wir diese Räume dringend.