Badenwerk-Hochhaus erhalten – Ettlinger Tor entwickeln

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Stadt Karlsruhe muss Herr in der eigenen Stadt bleiben / Landkreisverwaltung hat bei Denkmalschutz keine Sonderrechte

Die Karlsruher Liste (KAL) forderte wegen der Sanierung der Landkreisverwaltung im „Badenwerk-Hochhaus“ schon vor Monaten eine städtebauliche Diskussion. Nachdem Bau-Bürgermeister Daniel Fluhrer vom gemeinderätlichen Planungsausschuss das Plazet für ein städtebauliches Ideenverfahren bekam, sieht KAL-Stadtrat Lüppo Cramer die erste Hälfte der notwendigen Aufgaben als erfüllt. Die KAL nehme die Fragen der Menschen aus der Stadt auf: Was ist die städtebauliche Zukunft dieser zentralen Innenstadtlage? In welchem Dialog mit dem zukünftigen Anziehungspunkt eines umgebauten, ganztägig geöffneten Staatstheaters kann die Hochhaus-Umgebung stehen? Und wer bestimmt, was für Karlsruhe richtig ist – der Kreistag des Landkreises oder der Gemeinderat der Stadt Karlsruhe?

Der planungspolitische Sprecher der KULT-Fraktion unterstützt den Baubürgermeister Daniel Fluhrer: „Er als Nicht-Karlsruher hat sofort die stadtgesellschaftliche und die stadtbildnerische Bedeutung des Areals erfasst.“ Die Karlsruher Liste sei gespannt und bereit, sich an der besten Lösung für das Stadtbild und seine Bewohner zu beteiligen. „Jetzt brauchen wir aber auch die Mittel, mit dem Landkreis als Investor in eine Diskussion auf Augenhöhe gehen zu können.“ Viele externe Fachleute bezweifelten das vom Landkreis erstellte Gutachten mit der Folgerung „Abriss des Hochhauses“. Das jetzt ausgehandelte Verfahren mit Planungs-Workshops brauche als Grundlage ein unabhängiges Gutachten zur Sanierung des Hochhauses. „Dieses Gutachten darf nicht von vorneherein davon ausgehen, dass abgerissen wird“, formuliert Cramer.

Fotonachweis: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Badenwerk-Hochhaus_IMGP9190.jpg,
Sitacuisses [CC BY-SA 3.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)] (durch KAL bearbeitet).

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