KAL fordert Erhalt des Schulangebots in der Südstadt

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Karlsruher Liste zur drohenden Schließung der Uhlandschule: Uhlandschule muss bleiben – KAL fordert Erhalt des Schulangebots in der Südstadt

„Solange Baden-Württemberg nur das dreigliedrige Schulsystem zulässt, muss es in einem Stadtteil wie der Südstadt eine Hauptschule geben.“ Mit dieser klaren Position wendet sich die Karlsruher Liste (KAL) an den Gemeinderat. Die Sorgen von betroffenen Eltern aus dem Stadtteil über eine bevorstehende Schließung treffen bei Stadträtin Margot Döring, Vertreterin der KAL-Fraktion im Schulbeirat, auf Verständnis: „Die Uhlandschule gehört zur schulischen Grundversorgung im Stadtteil!“ Zwar werde die Zahl der Kinder, die nach der Grundschule eine Hauptschule besuchen, immer geringer. Aber es gebe statt einer Schließung andere Möglichkeiten, mit dieser Tatsache umzugehen – zum Beispiel die schrittweise Umwandlung in eine Schule mit Hortangebot oder gezielten Förderprogrammen.
Schule ist nach Überzeugung der Karlsruher Liste mehr als Lehrplanerfüllung. Das Ende der Uhlandschule sieht die KAL auch als einen Verlust für das Gemeinwesen der Südstadt an; dies würde den gesamten Stadtteil in seiner Entwicklung schwächen. Stadträtin Döring begründet den KAL-Antrag zum Erhalt der Schule in der Schützenstraße mit deren Funktion: „Einrichtungen mit gewachsenen Traditionen, die Identität vermitteln und Integration ermöglichen, haben wir heute nötiger denn je.“
Hintergrund des Antrags sind vor allem zwei beunruhigende Entwicklungen: Zum einen hat das staatliche Schulamt die Stelle des Rektors nicht wieder ausgeschrieben; hier droht der Tod der Schule durch die Hintertür. Zum anderen geht die Zahl der Schülerinnen und Schüler laufend zurück. Das muss aber nicht sein: Nach Ansicht von Eltern und Margot Döring fehlt es an einem echten Ganztagesangebot mit Nachmittagsbetreuung einschließlich Hilfe bei den Hausarbeiten. „In jedem Fall braucht die Südstadt als einer der kinderreichsten Stadtteile ein Schulangebot für Kinder, die eben nicht zur Realschule oder aufs Gymnasium gehen. Und zwar ein Angebot, dass zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreichbar ist“, so Döring.