Kostenlose Parkausweise für Hebammen

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Die KAL möchte die Arbeit der Karlsruher Hebammen unterstützen. Deshalb fordern wir in unserem Antrag vom 11.März 2014 kostenlose Parkausweise für Hebammen und ein deutliches Signal der Stadt Karlsruhe für eine flächendeckende Hebammenhilfe.

Antrag
 

  1. Die Stadt Karlsruhe gibt kostenlose Parkausweise für Hebammen aus.
  2. Die Stadt Karlsruhe prüft, inwieweit sie die Versorgung von Müttern und Neugeborenen durch Hebammen zusätzlich unterstützen kann.
  3. Die Stadt Karlsruhe setzt sich auf landes- und bundespolitischer Ebene für eine Überarbeitung der rechtlichen Grundlage der Hebammenhilfe im SGB ein.

Sachverhalt / Begründung:
 
Die Betreuung von Schwangeren, Müttern und Neugeborenen durch Hebammen ist aufgrund der steigenden Kosten für deren Haftpflichtversicherungen akut gefährdet. Kostete eine Haftpflichtversicherung für Hebammen im Jahr 2000 noch 404 €/Jahr, so lag sie 2010 bereits bei 3.689 €/Jahr. Für eine Hebamme mit einem durchschnittlichen Jahreseinkommen von 14.000 €/Jahr eine kaum zu bewältigende Summe. Die gesetzlich zugesicherte (§ 195 RVO, SGB V) Hebammenhilfe steht kurz vor dem Aus.
 
Für werdende und frische Mütter und deren Kinder ist die Betreuung durch eine Hebamme ein wichtiger Bestandteil der Gesundheitsfürsorge. Hebammen betreuen junge Familien umfassend, weit über die physischen Bedürfnisse der Mütter und Kinder hinaus. Die Stadt Karlsruhe sollte hier ein deutliches Signal setzen und die Arbeit der Hebammen möglichst breit unterstützen.

Ein kostenloser Parkausweis für Hebammen, der ihnen eine möglichst direkte und schnelle Versorgung ermöglicht, kann hier nur der Anfang sein. Um eine flächendeckende Versorgung mit Geburts- und Hebammenhilfe in Karlsruhe zu gewährleisten, fordern wir die Stadt Karlsruhe auf zu prüfen, inwieweit sich die Arbeit Karlsruher Hebammen zusätzlich erleichtern lässt. 

Unterzeichnet von:
 
Lüppo Cramer         Margot Döring