Würdigung für Margarete Reinhardt

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Karlsruher Liste will neuen Platz in der Altstadt nach starker Frauenpersönlichkeit benennen

Die Karlsruher Liste (KAL) beantragt, den neu entstehenden Platz in der Kapellenstraße nach Margarete Reinhardt zu benennen.


Die 1909 geborene Margarete Reinhardt war in der Nachkriegszeit viele Jahrzehnte in Karlsruhe als Barbesitzerin und Filmproduzentin tätig. Sie betrieb bis 1979 in der Kapellenstraße 68, auf Höhe des jetzt entstehenden Platzes, die heute legendäre Hawaii-Bar, die damals einen bundesweiten Bekanntheitsgrad hatte. Margarte Reinhardt lebte bis zu ihrem Lebensende in der Kapellenstraße.

„Wir möchten mit dieser Platzbenennung eine starke Frau ehren, die sich trotz widriger Umstände, ohne höhere Bildung oder gesellschaftlich gegebenen Status, ein selbstbestimmtes Leben ermöglichte“, begründet KAL-Stadtrat Michael ‚Mitch‘ Haug den Vorschlag. Margarete Reinhardt stehe mit ihrem wechselvollen Lebensweg, ihren vielfältigen Tätigkeiten und ihrer Nähe zum Rotlichtmilieu sicher für eine oft als unbequem wahrgenommene Frauen-Vita. Gerade deshalb wolle man dieser starken Frau einen Ort der Erinnerung widmen.

„Margarte Reinhardt musste sicher eine enorme Kraft und großes Selbstbewusstsein an den Tag legen, um sich Mitte des vergangenen Jahrhunderts als selbstständige Geschäftsfrau in diesen Milieus zu behaupten“, verdeutlicht Sonja Döring, KAL-Kandidatin für die Kommunalwahl den Antrag. Immer noch viel zu selten würden starke Frauenpersönlichkeiten geehrt, die sich nicht allein politisch oder sozial engagiert, sondern sich eine besondere gesellschaftliche Stellung erarbeitet hätten.

Unseren Antrag zur Platzbenennung nach Margarete Reinhardt findet ihr hier.

Zum Herunterladen:

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