Wintergedanken

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Nicht nur auf der KAL-Website schneit es unablässig. Gerade flockt es wieder draußen. In unserem geliebten KA liegt daher so viel weiße Pracht wie seit Jahren nicht. Der Schnee ist abseits der Wege was Schönes, verdeckt manches Dreckloch und sorgt für Spaß bei Kindern. Schnee hindert aber auch beim Vorwärtskommen.

Das bedeutet erstens: Schippen. Das funktioniert in KA noch so einigermaßen, zumindest bei Privatpersonen, vor allem kleinen Häusern. Weniger vor manchen öffentlichen Gebäuden.

Das bedeutet zweitens: Unfälle und unsichere Fahrweise. Auch das funktioniert dieses Jahr erstaunlich gut. Wenig Unfälle trotz der glatten Straßen, so mein Eindruck.

Das bedeutet drittens: Übervolle Straßenbahnen, verdreckt durch Streugut und Salz etc. Kein Wunder also, dass die Pünktlichkeit derzeit allgemein zu wünschen übrig lässt (auf machen Linien aber schon vor dem Winter, da stimmt was im System nicht).

Das bedeutet viertens: Radler in Not. Und da setzt meine Kritik an. Ich verstehe ja, dass Radwege nicht gleich am ersten Tag nach dem Blizzard geräumt werden können. Aber so nach zwei Tagen? Wo die Stadt doch diese schmalen Klein-Räumfahrzeuge besitzt? Am besten ohne Salz (das frisst sich nämlich überall rein) einsetzen, nur Schnee auf die Seite und ggf. mit Splitt streuen. Zumindest für die Hauptradrouten muss das möglich sein.

Das gleiche bei den Nebenstraßen: Da kann man sicher nicht den gesamten Matsch wegschieben oder wegsalzen. Denn sonst hat man entweder riesige Berge neben den parkenden Autos oder noch mehr Salz in der Umwelt und im Tretlager. Aber mit so nem schmalen Räumer auf den Hauptnebenstraßen in den Wohnvierteln eine Gasse freimachen für die Radler, in jede Richtung – wo ist das Problem? Denn im typischen Sulz kommt man gar nicht voran.

Karlsruhe will doch Fahrrad-Hauptstadt werden. Nur an neun Monaten im Jahr?