Das Palais Solms ist ein historisches Gesamtkunstwerk, dessen Bedeutung tief mit der Identität der Fächerstadt verwachsen ist. Viele Bürger:innen kennen das Palais einzig als Trauort. Die vielschichtige Geschichte des Hauses droht in Vergessenheit zu geraten.
Anfang des 20. Jahrhunderts vermachten Max und Marie zu Solms das Palais testamentarisch der Stadt Karlsruhe, gebunden an die Auflage Gebäude, Ausstattung und wertvolle Kunstschätze als Einheit zu erhalten. Später erwarb die Stadt das Palais von der Gräfin. Trotzdem sollte aus stadtgeschichtlichen Gründen das Testament erfüllt werden.
Das Palais diente nach 1945 vielen Zwecken: es war OB-Büro, Gästehaus und lange Zeit Heimat kultureller Institutionen wie Stadtarchiv, Scheffel-Museum, KONS und Literarischer Gesellschaft. Die inzwischen denkmalgeschützte Inneneinrichtung ist im Erdgeschoss noch weitgehend vorhanden, ein Glücksfall für die Stadtgeschichte. Es macht das Haus zu einem authentischen Zeugen des Karlsruher Kulturlebens. Dieses Kulturdenkmal wollen wir für kommende Generationen bewahrt wissen.
Lüppo Cramer
Fraktionsvorsitzender
Karlsruher Liste Fraktion




